Klassifizierung der Veranstalter

Warum ...

Um ein wenig Licht in den Markt zu bringen, teilt die Redaktion alle Veranstalter in Klassen ein. Hierzu wurden Kriterien wie die Unternehmensgröße, Zielgruppe, Lehrfreiheit und die Mitgliedschaften in Verbänden betrachtet. Es handelt sich also nicht um eine Rangfolge, sondern um eine Gruppeneinteilung.


  • DWS-Weinschulen

    Deutsche Wein- und Sommelierschule
    Die Industrie- und Handelskammern sind für die Aus- und Weiterbildung des Personals der Gastronomie und der Hotellerie zuständig. Eine Einrichtung des Gastronomischen Bildungszentrums Koblenz, die DWS, hat den Bereich der Weiterbildung in Sachen Wein teilweise für private Weininteressierte geöffnet.

    zur DWS - Deutsche Wein- und Sommelierschule


  • FuWD-Weinschulen

    Fachverband unabhängiger Weinschulen Deutschland
    Der FuWD ist der erste und einzige Fachverband im deutschsprachigen Raum für unabhängige Weinschulen und selbstständige, vollprofessionelle Dozenten/Lehrer, die spezielle Veranstaltungen zum Thema Wein anbieten. Die Aufnahme in den FuWD erfordert den Nachweis der Sachkunde und einer Lehrbefähigung. FuWD-Mitglieder sind verpflichtet weder direkte noch indirekte Kooperationen mit dem Weinhandel oder mit Weinerzeugern zu pflegen. Das Seminarangebot richtet sich sowohl an private Weinfreunde als auch an das Personal aus Gastronomie und Weinhandel, welches keine strukturierte, internationalisierte Weinausbildung erfahren hat.

    zum FuWD - Fachverband unabhängiger Weinschulen Deutschland


  • FUW-Weinreferenten

    Fachverband unabhängiger Weinreferenten
    Der FUW ist ein Fachverband für Weinreferenten. Die Mitglieder sind mehrheitlich Nebenerwerbs-Honorkräfte und teilweise hauptberuflich als Weinhändler tätig. FUW-Referenten können ihre fachliche Qualifikation nachweisen. Sie sind Geschäftspartner, die ihren Job verstehen und professionelle Arbeit gewährleisten.

    zur Homepage der FUW-Weinreferenten


  • freie Weinreferenten

    Eine Vielzahl unabhängiger Weinakademiker, Trainer und Sommeliers bietet Weinwissen (oft in Kooperation mit dem Weinhandel oder der Gastronomie) an vielen Orten Deutschlands zu unterschiedlichsten Preisen an.


  • VHS-Weinseminare

    Volkshochschulen verstehen sich als gemeinnützige Weiterbildungszentren und finanzieren sich durch Zuschüsse, Spenden und Drittmittel. Da nur einen Teil der Kosten durch Teilnehmer-Entgelte gedeckt werden muss, sind VHS-Weinkurse vergleichsweise kostengünstige Angebote. Der Geldmangel macht sich allerdings auch beim Honorar des Referenten bemerkbar. Daher erklären sich zumeist nur hiesige Weinhändler bereit, die Veranstaltungen zu leiten, in der Hoffnung auf den einen oder anderen Neu-Kunden und ein bisschen Reputation innerhalb der Kommune.


  • Seminarangebote von Weinhändlern

    Ob es sich um eine reine Verkaufsveranstaltung oder um ein ernsthafteres Bildungsangebot handelt, lässt sich pauschal an der Höhe des Teilnehmer-Entgeltes ableiten. Die allermeisten Weinhändler verlangen für einen Weinabend mit 10 Weinen und üppigem Imbiss oft weniger als 50 Euro pro Person. Bei diesen Preisen rechnet der Weinhänderl zusätzlich seine Hoffnung auf den nachträglichen Abverkauf von Weinen durch diese Veranstaltung obendrauf.

    Professionelle Bildungsangebote, egal ob für Weinlaien oder Weinprofis, bei deren Planung der Warenverkauf eben nicht einkalkuliert wird, sind für 50 Euro selbstverständlich nicht zu haben.

    Es ergeben sich für Weinhändler zwei Unterklassen:

    1. Weinhandel (Weinprobe), oft kostenlos
    2. Weinhandel (Seminar), inkl. Schulungsunterlagen, qualifizierte Referenten/Händler


  • Seminarangebote der Gastronomie

    Da der Konsument den Wert gastronomischer Leistungen ganz allgemein eher geringwertig einschätzt, bringen Gastro-Events, außer regulären Umsätzen über den Speisen und Wein-Verzehr, nur wenig bis gar keinen Zusatzgewinn für den Veranstalter. Aus diesem Grund dürfte auch das Gastro-Weinseminar weniger die Intention des ernsthaften Bildungsangebots in sich tragen. Denn nur Gäste, die viel essen und trinken, steigern die Umstätze in dem erwünschten Maße. Hinzu kommt, dass die Berufsbezeichnung 'Sommelier' (Weinkellner) nicht geschützt ist. In der Eventgastronomie arbeiten üblicherweise keine ausgebildeten Sommeliers. Sehr oft sind Gastro-Weinseminare einfach nette, unterhaltsame und sättigende Restaurantbesuche mit Moderation.